Grünland
Grünland sind landwirtschaftlich genutzte Flächen, auf denen Gras als ständige Kultur angebaut wird. Das Gras wird hauptsächlich an landwirtschaftliche Wiederkäuer (z.B. Kühe) verfüttert. Somit bildet es für viehhaltende Betriebe die Grundfutterquelle.
Grünland unterteilt man zumeist in Wiesen, Weiden und Mähweiden. Diese Flächen werden in der Regel mehrmals im Jahr gemäht bzw. abgeweidet und liefern bei entsprechender Pflege gutes Futter.
Nutzung Definition
Wiese Fläche wird ausschließlich gemäht
Mähweide Fläche wird sowohl gemäht, als auch beweidet
Weide Fläche wird auschließlich beweidet
Pflege
Ziel der Pflege ist es einen artenreichen Bestand langfristig zu etablieren, der sich aus ertragsreichen und schmackhaften Pflanzen zusammensetzt. Zudem sind Giftpflanzen (z.B. Jakobskreuzkraut) einzudämmen.
Es gibt verschiedene mechanische und chemische Pflegemaßnahmen.
Unter der mechanischen Pflege sind u.a. das Abschleppen (Einebnen von Maulwurfshaufen im zeitigem Frühjahr), das Walzen (Bodenschluss und und Verbesserung der Wasserführung) sowie das Nachmähen der durch Kothaufen der Tiere entstandenen Geilstellen.
Die chemischen Pflege erfolgt nur in Ausnahmefällen. Hier werden insbesondere Einzelpflanzenbekämpfung zur Eindämmung unerwünschter Pflanzen (z.B. Ampher, Löwenzahn).
Das Grünland ist einem geringem Schädlingsdruck ausgesetzt. Wichtigster tierischer Schädling ist die sich schnell vermehrende Feldmaus, die große Fraßschäden anrichten kann. Hier ist insbesondere der Lebensraum der natürliche Feinde u.a. Greifvögel zu verbessern, indem man z.B. Aufsitzmöglichkeiten bietet . Zudem hat die Tipula-Larve als Schädling eine Bedeutung.
Bei Schädigung der Grasnarbe ist eine Narbenverbesserung durch Ansaat zu erreichen.
Düngung

schont die Grünlandnarbe.
Die Pflanzen des Grünlandes können die gesamte Vegetationsperiode Nährstoffe aufnehmen. Die Grunddüngung (Phosphat, Kalium) erfolgt trotzdem zumeist im Frühjahr mit mineralischen oder organischen Düngemitteln (u.a. Gülle). Die Stickstoffdüngung erfolgt beim Grünland zum jeweiligen Aufwuchs. Der Stickstoff fördert die schnell wachsenden Futtergräser und bedingt so hohe Masseerträge. Zudem erhöht er den Eiweißgehalt des Futters und verlängert die Nutzungszeit durch zügigerem Wachstumsbeginn im Frühjahr und späterer Ernte im Herbst. Eine übertriebene Düngung führt zu einer Verarmung der Pflanzenarten, weil Klee und Kräuter durch das schnellwachsende Gras unterdrückt werden. Die Düngemege wird anhand des tatsächlichen Bedrafs errechnet.
Ernte

wirtschaftliche Vorteile.
Die Erträge und die Qualität des späteren Futters sind von der jeweiligen Nutzung abhängig.
Intensive genutzte Wiesen (mind. 4 Schnitte) bringen witterungsabhängig zwischen 100 und 140 dt Trockensubstanz/ha. Diese Erträge sind aber nur möglich, wenn die ersten beiden Schnitte relativ rechtzeitig eingefahren werden. Zudem erhöht dies die Qualität des Futters.
Weidehaltung
Tieren einen Sonnenschutz.
Die Gesunderhaltung der Grasnarbe, soiwe der Pflanzenartenzusammensetzung ist von der Viehbesatzdichte abhängig. Der Landwirt hat darauf zu achten, dass weder zu viele noch zu wenig Tiere auf der Fläche fressen. Zu viele Tiere führen zu einer nachhaltigen Schädigung der Grasnarbe. Zu wenige Tiere führen hingegen einem Überwachsen des Bestandes, mit der Folge von Futterverlusten.
Die Ertragsleistung der Weiden werden in MJ NEL (Nettoenergie- Laktation) gemessen und schwanken erheblich. Extensive Weiden haben einen Ertrag von rund 10.000 MJ NEL, wohingegen sehr gute Weiden bis zu 50.000 MJ NEL haben.




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