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Mais (Zea mays)

Mais ist ein Getreide aus der Familie der Süßgräser, das ursprünglich aus Mexiko stammt. In den letzten Jahren hat sich sein Anbau deutlich ausgeweitet, da der Mais nicht mehr nur als Futtermittel angesehen wird, sondern auch für den gleichmäßigen Vergärungsprozess in einer Biogasanlage geeignet ist.  
Ein weiterer nicht unerheblicher Nutzen ist in der Lebensmittelindustrie zu sehen. Neben dieser Anwendungsgebiete wird Mais darüber hinaus, wegen der hohen Umweltverträglichkeit, auch in folgenden Bereichen verwendet:

  • Auf der Basis von Maisspindelgranulat wird Ölbindemittel hergestellt. 
  • Herstellung von Einwegbesteck und Einweggeschirr (auch: Essbares Geschirr) 
  • Füllmaterial in Verpackungen 

Bodenbearbeitung

Eine wendende Bodenbearbeitung ist für den
Mais optimal.

Mais, als Flach- und Tiefwurzler zugleich, benötigt eine gute Tiefenlockerung. Hierfür ist insbesondere eine wendende Bodenbearbeitung (Pflügen) optimal. Ziel ist es, mit wenigen Arbeitsschritten, ein grobkrümmeliges Saatbett zu bereiten. 

Aussaat

Ende April Anfang Mai erfolgt die Aussaat.
Mais, als Sommergetreide, wird, wenn der Boden warm genug und die Gefahr von Spätfrösten nicht mehr gegeben ist, von Mitte April bis Anfang Mai ausgesät. Der Mais braucht zur Keimung und Feldaufgang eine Mindesttemperatur (Keimung 7-9 °C) und eine Wärmesumme für das Auflaufen. Bei niedrigen Temperaturen wird der Keimling von Bodenpilzen befallen und verliert seine Triebkraft. Dies führt zu lückigen Beständen. Eine späte Aussaat führt hingegen zu Ertragsminderungen, weil die Sonnenenergie des Sommers dann nicht voll ausgenutzt wird. Die Saat erfolgt als Einzelkornsaat mit speziellen Sämaschinen. Die Bestandesdichte ist sorten- und regionsabhängig und beträgt im Durchschnitt etwa 10 Pflanzen/m². Der Verkehr mit Mais-Saatgut ist im Sortenschutzgesetz und Saatgutverkehrsrecht geregelt, deren Einhaltung durch das Bundessortenamt geregelt und durch Länderbehörden überwacht wird.

Pflanzenschutz

Ein hoher Beigräserdruck stört die
Maispflanze in ihrer Jugedentwicklung.
Wichtig ist den Konkurrenzdruck von Beigräsern (z.B. Hirse) in der Jugendentwicklung zu unterbinden, indem man je nach Produktionstechnik diese mechanisch bzw. chemisch unterdrückt.
Bekannte Auflaufkrankheiten sind Keimlings-, Wurzel-, Stängel- und Kolbenfäule sowie
Maisbeulenbrand, Maisrost und Blattfleckenkrankheit.

Als Schädlinge sind insbesondere die Ackerschnecke, der Drahtwurm, der Maiszünsler sowie der Maiswurzelbohrer anzusehen. 

Düngung

Eine Untersaat verhindert die Nährstoff-
auswaschung über Winter.

Die Düngung erfolgt zumeist organisch und mineralisch. Die Ausbringung des Wirtschaftsdüngers erfolgt im zeitigem Frühjahr vor der Aussaat. Ergänzt werden die dann fehlenden Nährstoffmengen mit mineralischen Düngern. Neben einer Unterfußdüngung (Düngung erfolgt zeitgleich mit der Aussaat), wird eine weitere Ergänzungsdüngung nach der Aussaat nach Bedarf ausgebracht.

Untersaaten bzw. Zwischenfrüchte helfen die Nährstoffauswaschung in den Wintermonaten zu verhindern. Zusätzlicher Nutzen ist im Bereich des Errosionsschutzes zu sehen.

Ernte

Silomaisernte bei herrlichem Herbstwetter.

Die Ernte des Silomais findet in Schleswig-Holstein Ende September bis Mitte/Ende Oktober statt. Der optimale Erntetermin liegt bei etwa 30 % Trockensubstanz der Gesamtpflanze. Die Ernte erfolgt mittels eines Hächslers.
Körnermais wird in klimatisch bevorzugten Gebieten ab Anfang Oktober bis Ende November geerntet. Trotzdem liegt der Feuchtigkeitsgehalt der Körner mit etwa 25–35 % noch so hoch, dass eine entsprechende Trocknung notwendig ist. Haltbar sind Körner mit max. 16 % Feuchtigkeit. Der Hektarertrag von Körnermais liegt bei der Ernte zwischen 80 und 120 dt/Hektar. Die Ernte erfolgt mittels eines Mähdreschers (die Maiskörner werden vom Kolben getrennt).