
Weizen (Triticum aestivum)
Weizen ist die Frucht, die von allen Getreidearten die höchsten Ansprüche an Klima und Boden stellt. Schleswig-Holstein erfüllt gerade in den Naturräumen Marsch und holsteinisches Hügelland diese Ansprüche hervorragend. Mit einer Anbaufläche von rd. 193.000 ha ist es das bedeutendste Getreide.
Weizen wird vor allem für den menschlichen und tierischen Verzehr verwendet. Die vorbereitende Bodenbearbeitung kann sowohl pfluglos als auch gepflügt durchgeführt werden. Die Aussaat erfolgt normalerweise von Anfang September bis Ende Oktober. Durch den Anbau von Wechselweizen ist eine Aussaat bis in den Dezember möglich. Dieser spielt aber ebenso wie der Anbau von Sommerweizen eine untergeordnete Rolle. Die Düngung ermöglicht dem Landwirt das Wachstum des Weizens zu führen. Pflanzenschutzmaßnahmen sind u.a. zum Schutz der Pflanzen vor ertragsmindernden Pilzkrankheiten. Die regelmäßig im August anlaufende Ernte brachte z.B. im Jahr 2006 einen durchschnittlichen Ertrag von rd. 88dt/ ha.
Bodenbearbeitung

sein.
Die Bodenbearbeitung für den Winterweizen kann sowohl wendend als auch pfluglos erfolgen. Entscheidend für den Erfolg bei einer konservierenden Bearbeitung ist die gleichmäßige Strohverteilung sowie die Einarbeitung des auf dem Feld verbleibenden Pflanzenmaterials. Hohe Kornerträge werden auf Böden mit mehr als 50 Bodenpunkten sicher erreicht. Wichtig hierbei ist, dass die Böden kalkhaltig, nährstoffreich sowie tiefgründig sind. In der Fruchtfolge steht er zumeist nach einer Blattfrucht (z.B. Winterraps oder Zuckerrüben), wird aber auch auf schweren Standorten in Selbstfolge angebaut (Monokultur).
Aussaat
bis Anfang November.
Der Aussaatzeitpunkt ist beim Winterweizen relativ flexibel. Von Anfang September bis Anfang November kann er ausgesät werden. Hierbei ist aber die Aussaatmenge anzupassen. Diese berechnet sich nach folgendem Schema
keimfähige Körner/m2 x Tausendkorngewicht
Saatmenge in kg/ha= -------------------------------------------------------
Keimfähigkeit (%) x erwarteter Feldaufgang (%)
Bei normalen Saattermin werden zwischen 200 und 300 Körner/ m2 in einer Tiefe von 2-4 cm abgelegt. Hierbei ist auf ein oberflächig lockeres und nach unten festes Saatbett zu achten.
Pflanzenschutz
Erst nach Übertretung einer Schad-
schwelle werden Pflanzenschutzmittel
ausgebracht.
Die wichtigsten ertragsmindernden Pilzkrankheiten sind Mehltau, Septoria tritici, Braunrost und verschiedene Ährenkrankheiten. Der Weizen kann durch den Einsatz von Fungiziden dagegen geschützt werden. Kritisch ist zunehmend das Auftreten von Blattläusen. Neben den eigentlichen Fraßschäden ist vor allem die Übertragung von Viren als problematisch anzusehen.
Der Einsatz von Insektiziden ist daher zwingend notwendig. Alle Pflanzenschutzmaßnahmen werden erst nach Übertreten einer festgelegten Schadschwelle bzw. aufgrund von Empfehlung des amtlichen Warndienstes durchgeführt.
Düngung

Der blaue Sensor auf dem Dach misst den
Stickstoffbedarf der Pflanzen und passt
die Düngemenge entsprechend an.
Ernte

fahrzeug.




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